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Meine neue Klarinette (Adler 323) - Licht und Schatten
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Florentin



Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 05.02.07 - 17:24:35    Titel: Meine neue Klarinette (Adler 323) - Licht und Schatten Antworten mit Zitat

Ich hab's also wirklich getan, mir eine neue Klarinette zu kaufen.

Nach einigem Probieren unterhalb der gesetzten Preisobergrenze von 2000 Euro plus MWSt. habe ich mich für eine Adler 323 entschieden (wie der Name schon sagt: 23 Klappen und Öhlermechanik, also vergleichbar mit der Yamaha 657-24). Ich hatte die Möglichkeit, aus mehreren Instrumenten eines auszuwählen (muss aber sagen, dass ich da wenig Unterschied gemerkt habe).

Unter denen, die ich probiert hatte (mehrere Yamaha, Schreiber, auch Cl. und P.K. Wurlitzer), gefiel sie mir am besten. Vor allem der Klang hatte es mir angetan. Im Vergleich zu der Adler 322 kam es mir nicht so sehr auf die Öhlermechanik an (die Intonation der entsprechenden Töne war auch bei der 22er schon gut), sondern den Klang fand ich eben noch ein bisschen schöner. Auch ist der Preisunterschied nicht so hoch wie zwischen YCL 457 und 657-24.

Was mir eine Zeitlang Kopfzerbrechen gemacht hatte (ich hatte anderswo hier im Forum darüber geschrieben), war die Intonation mit den normalerweise mitgelieferten Birnen (56 und 57.5 mm), die bei mir bei 442 Hz zu tief ausfiel. Ich bekam aber nun eine 54er Birne dazu, mit der ich durchgehend gut stimme (bis auf das e, aber das kann ich verkraften).

Nun habe ich das gute Stück also zu Hause und versuche, mich anzufreunden. Vergleichen kann ich mit meiner "alten", einer österreichischen Hammerschmidt aus dem Jahr 1975 mit 19 Klappen, mit der ich nach wie vor ziemlich zufrieden bin (bin nur engagierter Amateur und betreibe daneben auch noch Saxophon). Ich wollte ein zweites Instrument haben, weil mein Sohn auch zu spielen begonnen hat.

Mitgeliefert wurde übrigens ein Zinner-Mundstück 4M, das ich aber weniger mag als mein eigenes (ESM).

Das sind nun meine Eindrücke nach zwei Tagen zu Hause:

+ Liegt mir hervorragend in der Hand, vor allem die Rollverbindungen (as/f und fis/h) flutschen wie von selbst. Die Feinheiten des für mich neuen f-Hebers habe ich natürlich noch nicht ausgelotet.

+- Die Öhler-Platte ist noch etwas ungewohnt, vor allem weil sie so glatt ist. Ich mochte das Griffige eines Rings mit relativ scharfer Innenkante.

+ Die Mechanik macht einen grundsoliden Eindruck, sehr dicke und reichversilberte Drücker, alles wunderschön anzusehen, das Holz scheint ein klein wenig braun durch

+ Intonation wie gesagt sehr gleichmässig gut, auch mein Horror-Ton b' (der mich auf der Hammerschmidt immer verrückt macht, weil er so muffig klingt und zu tief kommt) stimmt und ist viel klarer

+ Den Klang fand ich im Laden (ich hatte genug Zeit in einem eigenen grossen Probezimmer mit relevanter Akustik) super schön, voll und kräftig. Zu Hause, im direkten Vergleich, ist er halt anders als die Hammerschmidt: weicher und runder, die H. eher kernig und "knackig" (was mir aber durchaus gefällt). Das mag jetzt an der österreichischen Bohrung liegen.

- Die Gabelgriffe (gerade auch bei der Öhlermechanik, wo das b / f ja gar kein Gabelgriff mehr ist) klingen allerdings etwas matter als die Alternativgriffe. Das Problem hatte ich bei der Hammerschmidt nicht ! Woran das liegt ??

+- Der Koffer ist sehr luxuriös (Leder mit zusätzlicher fellgefütterter Aussentasche mit Seitenfach A4 und mehreren Trageriemen, roter Samt, viel Platz für Zubehör), allerdings ziemlich gross (also nicht mehr so leicht wo reinzustecken, will schon sorgfältig transportiert werden) und sieht so "fein" aus, dass ich mich fast scheue, ihn aus dem Haus zu nehmen.

- Mein grösstes Problem momentan ist die Ansprache des c"' im Gabelgriff. Sehr instabil und wacklig (neigt zum Überblasen), braucht extrem gute Stütze. Ganz anders als bei der Hammerschmidt, wo der und die anderen hohen Töne bombensicher kommen (ich habe momentan nicht den schlechtesten Ansatz, spiele auch in einer Blaskapelle 1. Stimme und habe laufend in der Region zu tun). Das verunsichert mich mächtig, vor jedem Sprung zum c krieg ich die Panik. Ich beginne, schon, mich grifftechnisch ein bisschen umzustellen und den Gabelgriff zu vermeiden (die anderen Griffe sitzen gut). Natürlich zwingt mich das, an der Stütze zu arbeiten (wirkt sich auf der Hammerschmidt auch positiv aus).

Wohlgemerkt ist mir das Problem beim Testen schon aufgefallen, aber es war bei den meisten anderen Instrumenten (zB Yamahas) nicht besser, nur bei den Schreibers (die ich aus anderen Gründen ausschloss). Auch gab es bei den anderen noch weitere Wackelkandidaten wie das e"'. Ich dachte, das würde ich durch Üben in den Griff kriegen können.


Diesbezüglich hätte ich jetzt gern ein bisschen Zuspruch von Euch (einige Tipps über das Gabel-c hat die Suchfunktion schon erbracht): Ist das ein Problem, das sich nach der Einspielzeit geben kann ? Wie lange ist denn eigentlich "Einspielzeit" ? Kann das an schlechter Einstellung liegen (die ich ja reklamieren könnte) ?

Vielen Dank für relevante Erfahrungen,

Flo
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Meine Bücher über die Musik:

Praxistipps für Band und Orchester (Klarinetten und Saxophone)
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TeleTubbyKiller



Anmeldungsdatum: 01.10.2003
Beiträge: 1301
Wohnort: zu Hause...oder doch die Oper?

BeitragVerfasst am: 05.02.07 - 18:43:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Flo!

Erst einmal Glückwunsch zu deinem neuen Instrument.
Dann zu dem c''': Ich selbst spiele eine Adler 322 B und eine 325 A. Als ich mir damals die B gekauft habe, hatte ich auch den Eindruck, dass das c''' nicht so locker von der Hand geht wie bei meiner alten Yamaha. Jedoch habe ich irgendwann einfach den Punkt gefunden, an dem der Ton kommt. Ich schätze mal, dass du diesen Punkt vielleicht auch noch finden wirst. Wie du ja richtig gesagt hast wurde das auch schon im Forum thematisiert. Da finden sich einige gute Tipps.

Übrigens war die "Oehler-Platte" bei meiner A am Anfang auch gewöhnungsbedürftig. Noch dazu kam ja zum ersten mal in meiner Laufbahn eine E/F-Verbesserung hinzu. Da war ich am Anfang schon etwas verwirrt: Neue Platte, Daumenhebel.....ohje. Aber daran gewöhnt man sich.
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Sylvie



Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beiträge: 100
Wohnort: Gerstetten

BeitragVerfasst am: 05.02.07 - 21:29:04    Titel: Antworten mit Zitat

hey..
weiß jemand, wie gerade die lieferzeiten bei Adler sind?? weil s musikhaus hat mir eine 323 bestellt, und die wissen ned, wie langs dauert, bis se da isch...
Grüßle
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ADLER-323B mit Mundstück von Zinner M3..Vandoren WM 3
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Achim H.



Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beiträge: 4020
Wohnort: Herne / Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 05.02.07 - 22:09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zum c''' vielleicht nur soviel:
Es scheint auf der 323B tatsächlich vergleichsweise sehr leicht loszugehen. Ein Argument für dieses Instrument.
Also, wie vielleicht von anderen Instrumenten gewöhnt, gar nicht so viel nachhelfen mit Lippenspannung, Luftstütze oder sonst irgendetwas.
Den Ton auf dem neuen Instrument einfach noch mal neu (er)finden, als wär's die erste Unterrichtsstunde damit: So schwer es auch ist, von den darunter liegenden Tönen hinaufbinden und außer dem Fingersatz gar nichts verändern. Dann bekommst Du ein Gefühl für die Ansprache. Kannst dann nach und nach den Anstoß dazu nehmen und mit Lippenspannung, Luftstütze etc. die Intonation angleichen.
Muss ich bei meinen neuen Klarinetten auch bei dem einen oder anderen Ton noch austesten!
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Achım H. grüßt freundlich und spielt Klarinetten in A, B und C aus Bamberg mit Mundstück aus Wien und Blättern aus Kanada.

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Speedy



Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 9:32:46    Titel: Antworten mit Zitat

C```- der Hauptgrund, warum ich damals meine Adler 3017 verkauft habe - anscheinend können sie das immer noch nicht.
Ich bin nicht der schlechteste Klarinettist und Ansatz habe ich auch immer gehabt - aber ein C``` im p in den Noten zu entdecken, führte einen direkten Schweißausbruch mitsich.
Ich war froh, als ich das Teil los war.....
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TeleTubbyKiller



Anmeldungsdatum: 01.10.2003
Beiträge: 1301
Wohnort: zu Hause...oder doch die Oper?

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 11:19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Meiner Meinung nach haben die das Problem schon im Griff. Ich jedenfalls habe auf meinen Adler Klarinetten kein Problem damit.
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Speedy



Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 138

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 11:41:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du schreibst, du hast "den Punkt" gefunden - dann klingt das für mich so, als daß du ansatztechnisch irgendetwas unternehmen mußt, damit der Ton vernünftig kommt - das finde ich bei Klarinetten dieser Preisklasse nicht akzeptabel, ehrlich gesagt.
Selbst bei meiner Schlechtwetterklarinette D26 von Schreiber hatte ich diese Probleme damals nicht, das fand ich sehr ärgerlich.
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Florentin



Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 12:22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank schon mal für die ersten Antworten von den Adler-Erfahrenen !

Mir ist schon klar, dass ein neues Instrument erst noch erarbeitet werden muss. Und wenn das der einzige Aspekt ist, soll's mir Recht sein. Ich verstehe gut, was mit dem "Punkt" gemeint ist, hoffentlich finde ich ihn halt bald ...



Zitat:
weiß jemand, wie gerade die lieferzeiten bei Adler sind??


Das kann ich nicht sagen. Ich habe bei Musik Bertram in Freiburg gekauft (die Werbung mache ich gern), und die haben offensichtlich immer mehrere Exemplare aller Modelle vorrätig und bekommen laufend Nachschub. Ich hatte es kurz mal angesprochen, dass Adler wohl nicht überall schnell zu bekommen sein soll. Der Verkäufer zwinkerte nur ein bisschen mit dem Auge, soll wohl heissen, dass Adler mit gewissen Musikhäusern besser kooperiert als mit anderen.

In dieser Situation weiss man halt nie genau, wie "neu" ein Instrument tatsächlich ist. Ist aber auch nicht so klar, ob die neueren wirklich besser sind. Z.B. stellte ich fest, dass jetzt (ab 2007 ?) die 322 nicht mehr mit demselben Luxuskoffer wie die 323 ausgeliefert wird (mehr Richtung Schüler mit Kunststoff und Rucksackgarnitur). Ich hatte diesbezüglich die Wahl, konnte mir zusammenstellen, was ich wollte (auch Schraubendreher etc.).

@Sylvie:
Deine Erfahrungen würden mich sehr interessieren, hoffentlich kriegst Du sie bald ! Womit hast Du verglichen vor der Entscheidung ?

@TTKiller:
Ich meine gelesen zu haben, dass Du Klarinette studierst. Das beruhight mich ja ungemein, dass dieses Instrument die Ansprüche einer Hochschule erfüllt ! Aber Du hast sie ja wohl schon vorher gehabt ?
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Achim H.



Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beiträge: 4020
Wohnort: Herne / Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 12:43:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Dich das genaue Alter interessiert, dann frag doch mal unter Angabe der Seriennummer bei den Gebürdern Mönnig/Adler nach. Die helfen Dir gerne weiter (E-Mail genügt).

Die Adler sind schon wirklich gute Instrumente, nach Schulnoten mit 2+ zu bewerten wie ich finde.

Gerade im pp ging bei meiner das c''' besonders schön!

Man muss aber auch wissen, dass das c''' nach dem e''' einer der sensibelsten Töne des Instrumentes ist und es schon einiger Erfahrung bedarf, ihn "aus dem Stand" so schön zu spielen wie all' die vielen anderen Töne.
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Sylvie



Anmeldungsdatum: 16.10.2006
Beiträge: 100
Wohnort: Gerstetten

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 13:43:36    Titel: Antworten mit Zitat

Florentin hat Folgendes geschrieben:

@Sylvie:
Deine Erfahrungen würden mich sehr interessieren, hoffentlich kriegst Du sie bald ! Womit hast Du verglichen vor der Entscheidung ?



ich hab verglichen mit ner Schreiber D51 und ner Yamaha 657 - 24(?) und da lief die adler einfach am besten, hat von der intonation super gepasst, alle töne kamen auf den ersten drücker...
sogar das c3 Wink
bei der yamaha waren die klappen so komisch und hat auch ned so toll geklungen... ja und die schreiber die hat halt einfach gleich mal gekleppert und von der intonation hats auch ned gepasst...
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ludograph



Anmeldungsdatum: 14.09.2003
Beiträge: 385
Wohnort: Hagen

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 14:31:36    Titel: Antworten mit Zitat

achimhohlfeld hat Folgendes geschrieben:
Man muss aber auch wissen, dass das c''' nach dem e''' einer der sensibelsten Töne des Instrumentes ist und es schon einiger Erfahrung bedarf, ihn "aus dem Stand" so schön zu spielen wie all' die vielen anderen Töne.

Tja - wie die Menschen (und Klarinetten) sich unterscheiden - bei meiner 325B (auf der A hab ich es noch nicht so genau eruiert) ist das c3 gar kein Problem, beim e3 muss ich ein bißchen aufpassen - da kommt gerne auch mal ein a3 (wenn ich mal wieder unkonzentriert spiele oder so).
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"Mathematik ist die perfekte Methode, sich selbst an der Nase herum zu führen." (A. Einstein)
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TeleTubbyKiller



Anmeldungsdatum: 01.10.2003
Beiträge: 1301
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BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 15:53:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Also ich studiere nicht Klarinette und wäre wohl auch momentan nicht in der Lage, irgendeine Aufnahmeprüfung zu bestehen.

Nichts desto trotz halte ich Adler Klarinetten noch immer für gute Instrumente. Wie lange sie den Ansprüchen eines Studenten genügen würden, kann ich nicht beurteilen, zumal ich auch keinen Klarinettestudenten mit Adler Klarinette(n) persönlich kenne. Das gängigste sind da wohl immer noch die alten "Premium"-Marken.


@ludograph: Tja, bei mir genau anders herum. Beim c''' muss ich viel eher aufpassen als beim e'''. Mein c''' kippt auch ab und an mal zum fis'''
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Florentin



Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Südhessen

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 16:50:37    Titel: Antworten mit Zitat

Und wie ist das nun mit der Einspielzeit ? Wie lange sollte man rechnen, bis man sich an ein neues Instrument gewöhnt hat ?

Ohne esoterisch werden zu wollen: es ist doch wohl so, dass ich mich an das Instrument anpasse ? Oder passt sich das Instrument an mich an ? Es wird sich halt an den Zustand (Feuchtigkeit, Temperaturen, Schwingungen) gewöhnen müssen, geblasen zu werden.

Laut Verkäufer habe ich nicht so viel zu beachten, ausser die tägliche Dauer allmählich (beginnend mit 30 Minuten) zu erhöhen und gleich trockenzuwischen. Vom "schonenden" Einspielen (analog zum Auto, also erst mal nicht volle Lautstärke und vielleicht Tonhöhe) sagte er nichts.
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Karl-Heinz



Anmeldungsdatum: 19.09.2003
Beiträge: 2184

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 17:23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Das 30 Minuten-Spiel ist ja schon der "schonende" Einstieg. Tonhöhe und Lautstärke sind beim Einspielen m. E. unerheblich. Man soll (aus welchen Gründen auch immer) in der ersten Zeit nicht zu lange spielen. Aber irgendwie streiten sich da die Gelehrten. Insb. was die Dauer und den Zeitraum des Einspielens angeht.
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Achim H.



Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beiträge: 4020
Wohnort: Herne / Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 06.02.07 - 18:20:38    Titel: Antworten mit Zitat

30 Min. täglich ist OK. Meine Instrumente haben auch schon Konzerte und Probenphasen in den ersten vier Wochen schadlos überstanden.
Regelmäßiges Trockenwischen, auch zwischendurch, auch sehr empfehlenswert.
Richtiges Ölen des Holzes kann nicht schaden, zumal bei Adler-Klarinetten.
Ich hatte bei Mönnig/Adler nachgefragt; deren Originalantwort schicke ich gerne per Mail weiter.
Bei mir hatte es etwa ein halbes Jahr gedauert, bis ich mich richtig an das Instrument gewöhnt hatte. Zur Selbstverständlichkeit in Vielem hat es aber noch länger gedauert, da mein Vorgängerinstrument eine ganz andere Applikatur und Ansprache hatte.
Jetzt bin ich wieder in dieser Umgewöhnungsphase, aus irgendwelchen Gründen scheint es aber etwas schneller zu gehen.

Das Holz "arbeitet" in der ersten Zeit noch still und leise vor sich, und Du wirst merken, dass sich die Klarinette im ersten Gebrauchsjahr sehr entwickeln wird. Und zwar positiv!
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